Anlagemöglichkeiten für Rentner, die den meisten unbekannt sind
Viele Rentner kennen nur die klassischen Sparformen wie Festgeld oder Sparbuch. Dabei gibt es durchaus weitere Anlagemöglichkeiten, die auch im höheren Alter interessant sein können. Diese weniger bekannten Optionen bieten oft bessere Renditen bei überschaubarem Risiko und sind speziell auf die Bedürfnisse älterer Anleger zugeschnitten.
Warum traditionelle Anlagen oft nicht ausreichen
Die niedrigen Zinsen der letzten Jahre haben traditionelle Sparformen wie das Sparbuch oder Festgeld wenig attraktiv gemacht. Für Rentner, die auf regelmäßige Erträge angewiesen sind, reichen die mageren Zinserträge oft nicht aus, um die Inflation auszugleichen. Gleichzeitig scheuen viele ältere Anleger riskante Investments an der Börse. Doch zwischen diesen Extremen gibt es durchaus interessante Alternativen.
Anlagemöglichkeiten für Rentner jenseits des Sparbuchs
Eine wenig bekannte Option sind Pfandbriefe, die von deutschen Banken ausgegeben werden. Diese gelten als sehr sicher, da sie durch Immobilien oder öffentliche Kredite abgesichert sind. Auch Unternehmensanleihen mit guter Bonität können für Rentner interessant sein, da sie regelmäßige Zinszahlungen bieten. Bundesanleihen oder Anleihen anderer EU-Staaten mit hoher Kreditwürdigkeit stellen ebenfalls eine Alternative dar.
Investitionen mit 70 Jahren - Worauf achten?
Wer mit 70 Jahren noch investieren möchte, sollte auf Liquidität und Sicherheit achten. Geschlossene Fonds mit langen Laufzeiten sind daher meist ungeeignet. Besser sind offene Immobilienfonds oder Mischfonds mit konservativer Ausrichtung. Diese bieten eine gewisse Risikostreuung und ermöglichen trotzdem einen relativ einfachen Ausstieg. Auch Dividenden-ETFs können eine Option sein, da sie regelmäßige Ausschüttungen bieten.
Was ist die richtige Geldanlage mit 80 Jahren?
Im Alter von 80 Jahren stehen Sicherheit und Verfügbarkeit im Vordergrund. Tagesgeld und kurzlaufende Festgelder sollten einen Großteil des Vermögens ausmachen. Dennoch kann ein kleiner Anteil in konservative Fonds oder Anleihen investiert werden. Wichtig ist, dass die Anlagen einfach verständlich sind und im Notfall schnell liquidiert werden können. Komplexe Finanzprodukte sollten vermieden werden.
Steuerliche Aspekte bei Geldanlagen im Alter
Rentner müssen bei ihren Kapitalerträgen den Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (für Alleinstehende) beachten. Darüber hinausgehende Erträge unterliegen der Abgeltungssteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag. Bei der Auswahl der Anlagen sollte daher auch die Steuerbelastung berücksichtigt werden. Thesaurierende Fonds können steuerlich vorteilhafter sein als ausschüttende Varianten.
| Anlageform | Anbieter | Geschätzte Rendite |
|---|---|---|
| Pfandbriefe | Deutsche Bank, Commerzbank | 2,0-3,5% |
| Unternehmensanleihen | Verschiedene Emittenten | 2,5-4,0% |
| Offene Immobilienfonds | Union Investment, Deka | 1,5-3,0% |
| Dividenden-ETFs | iShares, Vanguard | 3,0-5,0% |
| Mischfonds konservativ | DWS, Allianz | 2,0-4,0% |
Preise, Zinssätze oder Kostenangaben in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.
Risiken und Chancen abwägen
Jede Geldanlage birgt Risiken, auch die vermeintlich sicheren. Inflation kann die Kaufkraft schmälern, Zinsschwankungen können den Wert von Anleihen beeinflussen. Rentner sollten daher nie ihr gesamtes Vermögen in eine Anlageform investieren. Eine Aufteilung auf verschiedene Anlageklassen reduziert das Risiko. Wichtig ist auch, nur Geld anzulegen, das nicht kurzfristig benötigt wird.
Bei der Auswahl geeigneter Anlagen sollten Rentner ihre individuelle Situation berücksichtigen. Wer noch fit ist und sich für Finanzthemen interessiert, kann durchaus etwas komplexere Produkte wählen. Wichtiger als die perfekte Rendite ist jedoch, dass die gewählten Anlagen zum eigenen Risikoprofil passen und Ruhe ins Depot bringen.