Regionales Brennholz finden: Preise, Qualität und Lieferoptionen 2026

Dieser Artikel erklärt, wie Sie regionales Brennholz finden und worauf es bei Preis, Qualität und Lieferoptionen ankommt. Er zeigt, wie sich Anbieter vergleichen lassen, welche Holzarten geeignet sind und wie Lagerung und Lieferung die Gesamtkosten beeinflussen. So erhalten Sie eine fundierte Orientierung für den Kauf von Brennholz in Ihrer Nähe.

Regionales Brennholz finden: Preise, Qualität und Lieferoptionen 2026

Holzheizen ist für viele Haushalte in Deutschland eine bewusste Ergänzung zu anderen Heizarten. Damit Brennholz im Alltag zuverlässig funktioniert, lohnt sich ein systematischer Blick auf Herkunft, Trocknung und Logistik. Gerade 2026 sind Transparenz bei Mengeneinheiten, nachvollziehbare Preisangaben und praktikable Lieferoptionen wichtig, weil Angebote je nach Region, Saison und Holzqualität stark variieren können.

Regionale Anbieter und kurze Lieferwege vergleichen

Regionale Anbieter sind häufig Forstbetriebe, Holzhandlungen, landwirtschaftliche Betriebe oder kommunale Verkaufstellen. Kurze Lieferwege können Vorteile bringen: weniger Transportrisiko (z. B. Nachfeuchten durch lange Zwischenlagerung), oft flexiblere Absprachen und teils die Möglichkeit zur Abholung. Für einen fairen Vergleich hilft eine Checkliste: Welche Mengeneinheit wird angegeben (SRM/RM/FM oder Sackware)? Ist die Holzlänge passend (z. B. 25 cm, 33 cm, 50 cm)? Wird ofenfertig geliefert (gespalten, passende Scheitstärke) und ist der Trocknungsgrad dokumentiert? Seriöse Anbieter nennen zumindest Ziel-Restfeuchte, Holzart, Lieferart (gekippt oder gestapelt) und den Lieferbereich.

Holzarten, Qualität und Trocknungsgrad richtig einschätzen

Die Holzart beeinflusst Brenndauer, Glutbildung und Handhabung. Harthölzer wie Buche oder Eiche brennen in der Regel länger und gleichmäßiger, sind aber schwerer und oft teurer. Weichhölzer wie Fichte oder Kiefer eignen sich häufig gut zum Anfeuern, brennen schneller ab und können mehr Harz enthalten. Für die praktische Qualität sind außerdem Scheitlänge, Spaltmaß und Sauberkeit entscheidend: Zu dicke Scheite trocknen schlechter durch, stark verschmutztes Holz erhöht Ascheanfall.

Beim Trocknungsgrad gilt als Faustregel: Ofenfertiges Brennholz liegt idealerweise bei unter 20 % Restfeuchte. Das lässt sich mit einem Holzfeuchtemessgerät stichprobenartig prüfen (Messung im frisch gespaltenen Inneren, nicht an der Oberfläche). Zu feuchtes Holz liefert weniger nutzbare Wärme, erhöht die Rauch- und Rußbildung und kann zu stärkerer Ablagerung im Schornstein führen. Die Bezeichnung „luftgetrocknet“ oder „kammertrocken“ ist nur dann hilfreich, wenn sie mit klaren Angaben zur Restfeuchte und zur Lagerdauer verbunden ist.

Preise, Einheiten und Lieferkosten transparent prüfen

Preisvergleiche scheitern oft an unterschiedlichen Einheiten. Häufige Mengeneinheiten sind Festmeter (FM, reines Holzvolumen), Raummeter (RM, gestapelter Kubikmeter inkl. Luftzwischenräume) und Schüttraummeter (SRM, lose geschüttet). Grobe Umrechnungen können helfen, bleiben aber Näherungen: 1 RM entspricht ungefähr 0,7 FM, und 1 SRM liegt oft bei etwa 0,7 RM (je nach Scheitmaß und Schüttdichte). Wichtig ist daher, Angebote in derselben Einheit zu vergleichen und nachzufragen, ob „Lieferung“ das Abkippen am Bordstein, das Tragen bis zum Lagerplatz oder sogar das Stapeln umfasst.

In der Praxis machen Lieferkosten einen spürbaren Anteil aus, vor allem bei kleinen Mengen. Typische Kostentreiber sind Anfahrt (Kilometerpauschalen), Lieferfenster (Express/Termin), Entladeart (Kipper, Kran, Big Bag, Palette) und Mindestabnahme. Achten Sie auch auf Zuschläge für schwer zugängliche Grundstücke oder lange Tragewege. Bei Sackware aus dem Baumarkt sind die Transportkosten im Preis „eingepreist“, dafür ist der Preis pro nutzbarer Wärmeeinheit oft höher als bei größeren Mengen aus regionalem Holzhandel.


Product/Service Provider Cost Estimation
Brennholz in Säcken (z. B. Buche, 10–25 kg) OBI ca. 8–18 € pro Sack, je nach Gewicht/Holzart/Region
Brennholz in Säcken (ofenfertig, Einzelgebinde) HORNBACH ca. 8–20 € pro Sack, abhängig von Gebinde und Markt
Brennholz (Sackware/Palette, je nach Filiale) BAUHAUS ca. 8–20 € pro Sack; Palettenpreise variieren
Brennholz-Lieferung (SRM/RM, regional) BayWa (regional unterschiedlich) grob ca. 90–180 € pro SRM/RM, plus Lieferung je nach Entfernung
Online-Bestellung ofenfertig (Sack/Big Bag/Palette) Brennholz-Deutschland.de grob ca. 200–450 € pro Palette/Big-Bag (Menge/Art/Trocknung variieren)

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den zuletzt verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Lieferoptionen, Mengenrabatte und Saisonzeiten berücksichtigen

Lieferoptionen reichen vom losen Kippen über Big Bags bis zu gestapelter Ware auf Palette. Lose Lieferung ist oft günstiger, verlangt aber Lagerplatz und eigenen Aufwand beim Stapeln. Big Bags und Paletten sind praktischer, benötigen jedoch eine geeignete Abstellfläche und gegebenenfalls Zufahrt für größere Fahrzeuge. Mengenrabatte sind verbreitet, aber nicht automatisch wirtschaftlicher: Entscheidend ist, ob Sie das Holz trocken und luftig lagern können und ob die gelieferte Menge zu Ihrem Verbrauch passt.

Saisonal gilt häufig: In der Heizperiode steigen Nachfrage und Lieferzeiten; im Frühjahr und Sommer sind Auswahl und Terminlage oft entspannter. Wer früh plant, kann außerdem längere Lager- bzw. Nachreifezeiten nutzen. Bei Angeboten „frisch geschlagen“ oder „waldfrisch“ sollten Sie realistisch einkalkulieren, dass je nach Holzart und Scheitgröße viele Monate bis zur ofenfertigen Restfeuchte nötig sind.

Brennholz sachgerecht lagern, um Heizwert zu sichern

Gute Lagerung schützt den Heizwert und reduziert Schimmel- und Feuchteprobleme. Brennholz sollte auf Abstand zum Boden gelagert werden (z. B. auf Paletten oder Kanthölzern), damit Luft zirkulieren kann und keine Bodenfeuchte aufsteigt. Ideal ist ein luftiger, regengeschützter Platz: Seiten offen oder gut belüftet, die Oberseite abgedeckt (z. B. mit Dach oder Plane mit Luftspalt), aber nicht komplett „eingepackt“. Direkter Wandkontakt ist ungünstig, weil er die Trocknung bremst.

Für den Alltag hilft außerdem Sortierung: Anzündholz und kleinere Scheite separat, nach Holzart und Restfeuchte trennen, und die älteren Bestände nach vorne. Bei der Nutzung im Ofen sollten nur saubere, unbehandelte Hölzer verbrannt werden; lackiertes, verleimtes oder beschichtetes Holz gehört nicht in den Kamin, da es problematische Emissionen verursachen kann.

Wer 2026 regionales Brennholz sucht, kommt mit wenigen Grundregeln zu verlässlichen Entscheidungen: Anbieter auf vergleichbare Einheiten und klare Qualitätsangaben prüfen, Holzart und Restfeuchte an den eigenen Ofenbetrieb anpassen, Lieferkosten transparent einrechnen und die Lagerung so organisieren, dass das Holz trocken bleibt. So werden Preis, Komfort und Heizleistung über die gesamte Saison hinweg besser planbar.