Was kostet eine Balkonstromanlage? (Mehr erfahren)
Balkonkraftwerke erfreuen sich in Deutschland wachsender Beliebtheit als kostengünstige Möglichkeit zur eigenen Stromerzeugung. Diese kompakten Solaranlagen können auf Balkonen, Terrassen oder in Gärten installiert werden und ermöglichen es Mietern und Eigenheimbesitzern gleichermaßen, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Die Anschaffungskosten variieren je nach Leistung und Qualität der Komponenten erheblich, während sich die Investition durch eingesparte Stromkosten über die Jahre amortisiert.
Kosten und Installation von Balkonkraftwerken
Die Anschaffungskosten für Balkonkraftwerke bewegen sich in Deutschland typischerweise zwischen 400 und 1.500 Euro, abhängig von der Leistung und den verwendeten Komponenten. Ein Standard-Balkonkraftwerk mit 600 Watt Leistung kostet durchschnittlich 600 bis 900 Euro. Höherwertige Systeme mit 800 Watt können bis zu 1.200 Euro kosten. Zusätzlich fallen Kosten für Montagesysteme (50-150 Euro) und eventuelle Installationsarbeiten an.
Die Installation gestaltet sich meist unkompliziert und kann oft selbst durchgeführt werden. Wichtige Komponenten umfassen Solarmodule, einen Wechselrichter und ein Anschlusskabel. Bei der Montage am Balkongeländer oder auf der Terrasse sind statische Überlegungen und die Ausrichtung zur Sonne entscheidend für die optimale Leistung.
Ersparnisse und Vorteile von Balkonkraftwerken
Balkonkraftwerke können jährlich zwischen 200 und 600 kWh Strom erzeugen, abhängig von Standort, Ausrichtung und Wetterbedingungen. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 35 Cent pro kWh entspricht dies einer jährlichen Ersparnis von 70 bis 210 Euro. Die Amortisationszeit liegt somit zwischen 4 und 8 Jahren.
Neben den finanziellen Vorteilen tragen Balkonkraftwerke zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks bei. Ein 600-Watt-System kann jährlich etwa 200 bis 300 kg CO2 einsparen. Weitere Vorteile umfassen die Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen und die Möglichkeit, auch als Mieter in erneuerbare Energien zu investieren.
Förderprogramme und steuerliche Vorteile
Verschiedene Bundesländer und Kommunen bieten Förderprogramme für Balkonkraftwerke an. Berlin gewährt beispielsweise Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Anlage. In Nordrhein-Westfalen können Förderungen zwischen 200 und 800 Euro beantragt werden. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt mit bis zu 500 Euro pro Balkonkraftwerk.
Steuerlich profitieren Betreiber von Balkonkraftwerken seit 2023 von der Mehrwertsteuerbefreiung beim Kauf. Zusätzlich entfällt die Einkommensteuer auf den selbst erzeugten Strom bei Anlagen bis 30 kWp. Diese Regelungen vereinfachen die Anschaffung und den Betrieb erheblich.
| Anbieter | Leistung | Geschätzte Kosten |
|---|---|---|
| Priwatt | 600W Komplettset | 649-799 Euro |
| Alpha Solar | 800W Premium | 899-1.199 Euro |
| Yuma | 600W Starter | 599-749 Euro |
| Kleines Kraftwerk | 400W Basic | 449-599 Euro |
| EET SolMate | 600W Smart | 799-999 Euro |
Preise, Tarife oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.
Die Wirtschaftlichkeit von Balkonkraftwerken hängt stark vom individuellen Stromverbrauchsverhalten ab. Haushalte mit hohem Tagesverbrauch profitieren besonders, da der erzeugte Strom direkt genutzt werden kann. Eine Einspeisung ins Netz ist zwar möglich, wird jedoch meist nicht vergütet.
Bei der Auswahl sollten Qualität der Komponenten, Garantieleistungen und Zertifizierungen berücksichtigt werden. Hochwertige Module haben eine Lebensdauer von 20-25 Jahren und bieten langfristig bessere Erträge. Die Investition in ein Balkonkraftwerk stellt somit eine sinnvolle Maßnahme für umweltbewusste Haushalte dar, die ihre Energiekosten reduzieren möchten.