Welchen Solargenerator benötigen Sie für Ihr Zuhause und wie viel kostet er? (Mehr erfahren)

Ein Solargenerator kombiniert tragbare Batterie, Wechselrichter und Solarmodule, um zuhause oder unterwegs leise und emissionsfrei Strom bereitzustellen. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Ihren Leistungsbedarf richtig einschätzen, welche Kapazität sinnvoll ist und welche Funktionen zählen. Außerdem erfahren Sie, mit welchen Preisen Sie realistisch rechnen sollten und wie bekannte Anbieter im Vergleich stehen.

Welchen Solargenerator benötigen Sie für Ihr Zuhause und wie viel kostet er? (Mehr erfahren)

Ein Solargenerator ist eine mobile Stromlösung, die aus einer Powerstation mit integriertem Wechselrichter und passenden Solarmodulen besteht. Für Haushalte in Deutschland ist er vor allem als netzunabhängige Absicherung bei Stromausfällen, als flexible Energiequelle im Gartenhaus oder für den Balkon interessant. Damit die Anschaffung wirklich passt, sollten Sie Leistung, Batteriekapazität, Solareingang und Sicherheitsfunktionen sorgfältig aufeinander abstimmen.

Welchen Solargenerator benötigen Sie für Ihr Zuhause und wie viel kostet er?

Die passende Größe richtet sich in erster Linie nach den Geräten, die Sie versorgen möchten. Prüfen Sie die Dauerleistung in Watt (W) und den Anlaufstrom. Empfindliche oder leistungsstarke Verbraucher wie Wasserkocher, Mikrowellen oder Heizlüfter ziehen kurzfristig viel Leistung; dafür benötigen Sie einen Wechselrichter mit ausreichender Dauer- und Spitzenleistung (z. B. 1.000–2.400 W Dauerleistung, 2.000–4.800 W Spitze). Für Beleuchtung, Router, Laptop oder Kühlbox genügt oft deutlich weniger.

Die Batteriekapazität wird in Wattstunden (Wh) angegeben. Als grobe Orientierung: 500–700 Wh decken kleine Geräte für einige Stunden ab. 1.000–1.500 Wh reichen für mehrere Smartphones, Laptop, Router und einen sparsamen Kühlschrank für einen Tag. 2.000 Wh und mehr bieten Reserven für kurze Laufzeiten energieintensiver Geräte. Wer längere Autarkie wünscht, koppelt passende Solarmodule an (etwa 100–400 W Gesamtleistung), um tagsüber nachzuladen.

Kosten für Solargeneratoren

Die Kosten hängen von Kapazität, Wechselrichterleistung, Zellchemie und Ausstattung ab. Kompakte Einsteigermodelle mit 250–500 Wh liegen häufig im Bereich von etwa 250–600 Euro. Mittelklassegeräte mit 1.000–1.500 Wh kosten typischerweise rund 900–1.500 Euro. Leistungsstarke Systeme ab etwa 2.000 Wh oder mit erweiterbaren Zusatzakkus bewegen sich je nach Marke und Funktionen meist zwischen 1.800 und 3.700 Euro. Faltbare Solarmodule liegen grob bei 150–300 Euro für 100 W und 300–600 Euro für 200 W. Diese Werte sind Richtgrößen und schwanken je nach Händler, Rabattaktionen, Akkutechnologie und Lieferumfang.

Bei wiederkehrender Nutzung lohnt der Blick auf die Zellchemie: LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) bieten oft 3.000 Ladezyklen und mehr, was langfristig die Kosten pro Zyklus senkt. NMC-Akkus sind oft etwas leichter, erreichen jedoch meist weniger Zyklen. Für den Einsatz zuhause zählen außerdem Schutzfunktionen wie Überspannungs-, Kurzschluss- und Temperaturschutz sowie ein reiner Sinuswechselrichter für empfindliche Elektronik.

Solargeneratoren kaufen

Achten Sie beim Kauf auf das Zusammenspiel aus Leistung, Kapazität und PV-Eingang. Ein 1.000–1.500 Wh System mit 1.000–1.800 W Wechselrichter deckt viele alltägliche Bedürfnisse ab, wenn die angeschlossenen Geräte effizient sind. Prüfen Sie die AC-Ausgänge mit 230 V Schuko, verfügbare DC- und USB-C-Anschlüsse sowie die Ladeoptionen: Wandsteckdose, Auto, Solarmodule. Eine hohe Solareingangsleistung mit MPPT-Regler verkürzt die Ladezeit bei gutem Wetter.

Wichtig sind Garantiedauer und Service in Deutschland, verfügbare Ersatzteile und transparente Sicherheitszertifikate. Für die Nutzung im Wohnraum spielen Lautstärke beim Laden, Lüfterprofile sowie ein brandsicherer Aufstellort eine Rolle. Für längere Lebensdauer: Gerät regelmäßig laden, nicht dauerhaft bei 0 oder 100 Prozent lagern, und Kabelführung sauber halten. Wenn Sie lokale Angebote vergleichen, prüfen Sie Lieferumfang und eventuelle Bundles mit Solarpanels, um Gesamtpreise realistischer zu bewerten.

Preisbeispiele und Anbieter im Vergleich (Richtwerte, abhängig von Ausstattung und Marktpreisen):


Produkt/Service Anbieter Kostenschätzung
Explorer 500 (518 Wh, 500 W) Jackery ca. 500–600 €
Explorer 1000 (1.002 Wh, 1.000 W) Jackery ca. 1.000–1.300 €
Explorer 2000 Pro (2.160 Wh, 2.200 W) Jackery ca. 2.000–2.600 €
RIVER 2 Max (512 Wh, 500 W) EcoFlow ca. 400–600 €
DELTA 2 (1.024 Wh, 1.800 W Spitze) EcoFlow ca. 900–1.200 €
DELTA Pro (3.600 Wh, erweiterbar) EcoFlow ca. 3.000–3.700 €
EB3A (268 Wh, 600 W Spitze) Bluetti ca. 250–350 €
AC200MAX (2.048 Wh, erweiterbar) Bluetti ca. 1.500–2.200 €
SOLIX F1200 bzw. F2000 Anker ca. 1.000–2.400 €
Faltbares Solarpanel 100 W Verschiedene ca. 150–300 €
Faltbares Solarpanel 200 W Verschiedene ca. 300–600 €

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen, die in diesem Artikel genannt werden, basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Unabhängige Recherche wird empfohlen, bevor finanzielle Entscheidungen getroffen werden.


Fazit: Der richtige Solargenerator für Ihr Zuhause hängt von realistischen Verbrauchsszenarien, gewünschter Autarkiezeit und Prioritäten wie Langlebigkeit, Sicherheit und Geräuschentwicklung ab. Mit einer sorgfältigen Abschätzung des Leistungsbedarfs, einer passenden Batteriekapazität und einem ausreichend dimensionierten Solareingang erhalten Sie eine zuverlässige, leise und flexible Stromreserve, deren tatsächliche Kosten vom gewählten Funktionsumfang und den Marktpreisen bestimmt werden.