Zahnimplantate ohne Schrauben 2025/26: Wie funktioniert die Methode eigentlich?

Zahnimplantate ohne Schrauben gewinnen 2025/26 zunehmend an Aufmerksamkeit. Viele Menschen – besonders in der zweiten Lebenshälfte – suchen nach Lösungen, die weniger belastend wirken und trotzdem festen Zahnersatz ermöglichen. Doch was verbirgt sich hinter dieser Technik, und wie unterscheidet sie sich von klassischen Schraubimplantaten?

Zahnimplantate ohne Schrauben 2025/26: Wie funktioniert die Methode eigentlich?

Die Zahnimplantologie hat in den letzten Jahrzehnten bedeutende Fortschritte gemacht. Neben den bewährten Schraubimplantaten gibt es mittlerweile Alternativen, die auf anderen Verankerungsprinzipien basieren. Diese Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten für Patienten, die aus medizinischen oder persönlichen Gründen nach anderen Lösungen suchen.

Was sind Implantate ohne Schrauben?

Implantate ohne Schrauben unterscheiden sich grundlegend von herkömmlichen Titanimplantaten, die in den Kieferknochen geschraubt werden. Bei schraubenlosen Varianten handelt es sich häufig um Press-fit-Implantate oder Systeme, die durch Einklopfen oder Einpressen im Knochen verankert werden. Einige Ansätze nutzen spezielle Oberflächenstrukturen oder bioaktive Beschichtungen, die eine schnelle Osseointegration fördern, ohne dass ein Gewinde notwendig ist. Diese Implantate können aus verschiedenen Materialien bestehen, darunter Titan oder Keramik. Die Verankerung erfolgt durch die Primärstabilität beim Einsetzen und die anschließende biologische Integration in den umgebenden Knochen. Im Vergleich zu klassischen Schraubimplantaten erfordert die Insertion oft eine präzise Bohrung, die exakt auf die Implantatgeometrie abgestimmt ist.

Wie funktioniert die Methode ohne Schrauben?

Die Implantation ohne Schrauben basiert auf einem Press-fit-Prinzip. Nach der lokalen Betäubung wird der Kieferknochen präzise aufbereitet. Die Bohrung muss exakt dimensioniert sein, damit das Implantat durch leichtes Einpressen oder Einklopfen fest im Knochen sitzt. Die Primärstabilität entsteht durch die mechanische Verkeilung des Implantats im Knochen. Anschließend beginnt der biologische Heilungsprozess, bei dem Knochenzellen das Implantat umwachsen und fest einbinden. Dieser Vorgang wird als Osseointegration bezeichnet und dauert in der Regel mehrere Wochen bis Monate. Während dieser Phase ist es wichtig, das Implantat nicht zu stark zu belasten. Viele schraubenlose Systeme verwenden bioaktive Oberflächen, die das Knochenwachstum beschleunigen sollen. Nach erfolgreicher Einheilung wird der Zahnersatz auf dem Implantat befestigt.

Welche Vorteile bieten Implantate ohne Schrauben?

Schraubenlose Implantate können in bestimmten Situationen Vorteile bieten. Die Insertion kann schonender sein, da kein Drehmoment beim Einschrauben entsteht, was theoretisch das Risiko von Mikrofrakturen im Knochen reduzieren kann. Bei Patienten mit geringer Knochendichte oder älteren Patienten kann dies relevant sein. Zudem entfällt die Gefahr einer Überhitzung des Knochens durch das Schraubgewinde, wenn die Bohrung und Insertion korrekt durchgeführt werden. Einige Systeme ermöglichen eine sofortige Belastung nach der Implantation, sofern die Primärstabilität ausreichend ist. Die Oberflächengestaltung schraubenloser Implantate kann eine gleichmäßigere Kraftverteilung im Knochen ermöglichen. Allerdings hängen diese Vorteile stark von der individuellen Knochensituation, der chirurgischen Technik und dem verwendeten Implantatsystem ab.

Warum interessieren sich besonders ältere Patienten dafür?

Ältere Patienten zeigen oft Interesse an schraubenlosen Implantaten, da diese als weniger invasiv wahrgenommen werden können. Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochendichte häufig ab, was die Verankerung klassischer Schraubimplantate erschweren kann. Press-fit-Systeme können in solchen Fällen eine Alternative darstellen, wenn die Knochenqualität für eine ausreichende Primärstabilität genügt. Zudem bevorzugen manche älteren Patienten kürzere Behandlungszeiten und weniger komplexe Eingriffe. Schraubenlose Verfahren werden manchmal als schonender beschrieben, was für Patienten mit gesundheitlichen Einschränkungen attraktiv sein kann. Allerdings ist eine gründliche Voruntersuchung notwendig, um festzustellen, ob diese Methode im Einzelfall geeignet ist. Nicht jeder Patient kommt für schraubenlose Implantate infrage, und die klassische Schraubimplantation bleibt oft der Goldstandard.

Was kosten schraubenlose Zahnimplantate in Deutschland?

Die Kosten für schraubenlose Zahnimplantate in Deutschland variieren je nach Behandlungsumfang, verwendetem System und Zahnarztpraxis. Generell bewegen sich die Preise für ein einzelnes Implantat inklusive chirurgischer Leistung zwischen 1.000 und 2.500 Euro. Hinzu kommen Kosten für den Zahnersatz (Krone, Brücke), die zusätzlich 500 bis 1.500 Euro betragen können. Bei komplexeren Fällen oder Knochenaufbaumaßnahmen können die Gesamtkosten höher ausfallen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel nur einen Festzuschuss für den Zahnersatz, nicht für das Implantat selbst. Private Zusatzversicherungen können einen Teil der Kosten abdecken, abhängig vom Tarif.


Leistung Anbieter/Praxis Kostenschätzung
Schraubenloses Implantat (Insertion) Zahnkliniken/Fachpraxen 1.000 – 2.500 €
Implantatgetragene Krone Zahnarztpraxen 500 – 1.500 €
Knochenaufbau (falls nötig) Spezialisierte Praxen 300 – 1.200 €
Diagnostik (DVT, Röntgen) Zahnarztpraxen 100 – 300 €

Preise, Tarife oder Kostenschätzungen, die in diesem Artikel genannt werden, basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Es wird empfohlen, vor finanziellen Entscheidungen unabhängige Recherchen durchzuführen.

Fazit

Schraubenlose Zahnimplantate stellen eine interessante Alternative zu klassischen Schraubimplantaten dar, insbesondere für Patienten mit speziellen anatomischen oder gesundheitlichen Voraussetzungen. Die Methode basiert auf dem Press-fit-Prinzip und kann in bestimmten Fällen Vorteile hinsichtlich Schonung und Heilung bieten. Ältere Patienten zeigen oft Interesse an dieser Technik, da sie als weniger invasiv wahrgenommen wird. Die Kosten bewegen sich in einem ähnlichen Rahmen wie bei herkömmlichen Implantaten, wobei individuelle Faktoren den Preis beeinflussen. Eine ausführliche Beratung durch einen erfahrenen Zahnarzt oder Implantologen ist unerlässlich, um die passende Lösung für den jeweiligen Fall zu finden.