Zusatzrente 2026: Strategien gegen die Rentenlücke im Alter

Mit dem Anstieg des Renteneintrittsalters auf 66 Jahre und sechs Monate (Jahrgang 1961) gewinnt die Sofortrente gegen Einmalzahlung als Ergänzung zur gesetzlichen Rente massiv an Bedeutung. Für Senioren, die Kapital aus Lebensversicherungen oder Immobilienverkäufen gewinnbringend umschichten möchten, bietet das Jahr 2026 attraktive Konditionen: Dank steigender Überschussbeteiligungen und steuerlicher Vorteile – wie der Besteuerung nur des geringen Ertragsanteils – lässt sich ein lebenslanges, sicheres Zusatzeinkommen ohne Gesundheitsprüfung realisieren.

Zusatzrente 2026: Strategien gegen die Rentenlücke im Alter

Die Rentenlücke bezeichnet die Differenz zwischen dem letzten Nettoeinkommen vor dem Ruhestand und der tatsächlich ausgezahlten gesetzlichen Rente. In Deutschland liegt das durchschnittliche Rentenniveau bei etwa 48 Prozent des letzten Bruttoeinkommens. Um den Lebensstandard zu halten, sind private Vorsorgemaßnahmen daher unverzichtbar geworden. Verschiedene Rentenmodelle stehen zur Verfügung, die individuell auf die persönliche Situation abgestimmt werden können.

Warum für die Sofortrente keine Gesundheitsprüfung erforderlich ist

Ein wesentlicher Vorteil der Sofortrente liegt darin, dass Versicherer in der Regel keine Gesundheitsprüfung verlangen. Im Gegensatz zu Lebensversicherungen oder Berufsunfähigkeitsversicherungen spielt der Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss keine Rolle. Der Grund dafür ist das Kalkulationsprinzip: Die Versicherung zahlt eine lebenslange Rente gegen eine Einmalzahlung. Das Risiko verteilt sich auf viele Versicherte, sodass individuelle Gesundheitszustände statistisch ausgeglichen werden. Menschen mit Vorerkrankungen oder höherem Alter können somit ohne Hürden eine Sofortrente abschließen. Diese Zugänglichkeit macht die Sofortrente besonders attraktiv für Personen, die kurzfristig eine Absicherung benötigen oder aus anderen Vorsorgeprodukten ausgeschlossen wurden.

Vergleich 2026: Klassische Sofortrente vs. fondsgebundene Invest-Modelle

Bei der Wahl einer privaten Zusatzrente stehen zwei Hauptvarianten zur Verfügung: die klassische Sofortrente und fondsgebundene Invest-Modelle. Die klassische Sofortrente bietet eine garantierte monatliche Zahlung, die lebenslang ausgezahlt wird. Sie zeichnet sich durch Planungssicherheit und geringe Schwankungen aus, da die Beiträge in sichere Anlagen investiert werden. Die Rendite fällt jedoch meist moderat aus.

Fondsgebundene Modelle hingegen investieren die Einmalzahlung in Investmentfonds, oft mit Aktienanteil. Dadurch besteht die Chance auf höhere Renditen, gleichzeitig trägt der Versicherte aber auch das Anlagerisiko. Die Rentenhöhe kann schwanken und ist nicht garantiert. Für risikobereite Anleger mit längerem Anlagehorizont können fondsgebundene Modelle attraktiv sein, während sicherheitsorientierte Sparer die klassische Variante bevorzugen sollten. Eine Mischform, die Garantieelemente mit Renditechancen kombiniert, wird ebenfalls von einigen Anbietern angeboten.

Flexibilität im Fokus: Rentengarantiezeit und Hinterbliebenenschutz richtig wählen

Bei Abschluss einer Sofortrente sollten Versicherte auf flexible Gestaltungsmöglichkeiten achten. Die Rentengarantiezeit legt fest, wie lange die Rente mindestens gezahlt wird, auch wenn der Versicherte früher verstirbt. Üblich sind Garantiezeiten von 5, 10 oder 15 Jahren. Ohne Garantiezeit verfällt die Rente mit dem Tod des Versicherten, was für Alleinstehende ohne Erben akzeptabel sein kann, für Familien jedoch nachteilig ist.

Der Hinterbliebenenschutz stellt sicher, dass Partner oder Kinder nach dem Tod des Versicherten weiterhin Leistungen erhalten. Dies kann als Witwen- oder Waisenrente ausgestaltet sein. Beide Optionen reduzieren die monatliche Rentenhöhe, bieten aber wichtige Absicherung für Angehörige. Die richtige Balance zwischen Rentenhöhe und Absicherung hängt von der individuellen Lebenssituation ab. Verheiratete oder Personen mit Unterhaltspflichten sollten diese Optionen ernsthaft in Betracht ziehen.

Der Ertragsanteil erklärt: So wenig Steuern zahlen Senioren auf Privatrenten

Privatrenten aus Sofortrenten unterliegen der Besteuerung, jedoch nur mit dem sogenannten Ertragsanteil. Dieser richtet sich nach dem Alter bei Rentenbeginn und stellt den fiktiven Zinsanteil der Rentenzahlung dar. Je älter der Versicherte bei Rentenbeginn ist, desto niedriger fällt der steuerpflichtige Ertragsanteil aus. Bei Rentenbeginn mit 65 Jahren beträgt der Ertragsanteil beispielsweise 18 Prozent, bei 70 Jahren nur noch 14 Prozent.

Das bedeutet: Nur dieser Prozentsatz der jährlichen Rentenzahlungen muss versteuert werden, nicht die gesamte Rente. Liegt die Gesamtsumme der Einkünfte unter dem Grundfreibetrag, fallen überhaupt keine Steuern an. Diese steuerliche Begünstigung macht Sofortrenten im Vergleich zu anderen Einkommensarten im Alter attraktiv. Versicherte sollten dennoch ihre individuelle Steuersituation prüfen und gegebenenfalls steuerliche Beratung in Anspruch nehmen.

Sofortrente 2026: Wie Einmalzahlungen die gesetzliche Rente effektiv ergänzen

Die Sofortrente eignet sich besonders für Personen, die über eine größere Einmalzahlung verfügen, etwa aus einer Erbschaft, Lebensversicherung oder dem Verkauf einer Immobilie. Statt das Kapital selbst zu verwalten, wird es gegen eine lebenslange monatliche Rente eingetauscht. Dies bietet Planungssicherheit und schützt vor dem Risiko, das Kapital zu früh aufzubrauchen.

Die Höhe der monatlichen Rente hängt von mehreren Faktoren ab: der Höhe der Einmalzahlung, dem Alter bei Rentenbeginn, dem Geschlecht und den gewählten Zusatzoptionen wie Garantiezeiten. Frauen erhalten aufgrund der höheren Lebenserwartung in der Regel etwas niedrigere monatliche Beträge als Männer. Ein Vergleich verschiedener Anbieter ist ratsam, da die Konditionen erheblich variieren können.


Anbieter Produkttyp Monatliche Rente (Schätzung bei 100.000 Euro Einmalzahlung, 67 Jahre)
Allianz Klassische Sofortrente ca. 380 – 420 Euro
Ergo Klassische Sofortrente ca. 370 – 410 Euro
Debeka Klassische Sofortrente ca. 390 – 430 Euro
Cosmos Direkt Fondsgebundene Sofortrente ca. 350 – 500 Euro (variabel)
HUK-Coburg Klassische Sofortrente ca. 375 – 415 Euro

Preise, Sätze oder Kostenschätzungen in diesem Artikel basieren auf den neuesten verfügbaren Informationen, können sich jedoch im Laufe der Zeit ändern. Unabhängige Recherchen werden vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.


Die Kombination aus gesetzlicher Rente und privater Sofortrente kann die Rentenlücke deutlich verringern. Wichtig ist, frühzeitig zu planen und verschiedene Angebote zu vergleichen. Neben der Sofortrente existieren weitere Vorsorgeformen wie Riester-Rente, Rürup-Rente oder betriebliche Altersvorsorge, die je nach Lebenssituation sinnvoll sein können.

Eine umfassende Beratung durch unabhängige Finanzberater oder Verbraucherzentralen hilft, die passende Strategie zu entwickeln. Die richtige Zusatzrente trägt maßgeblich dazu bei, den Ruhestand finanziell abgesichert und sorgenfrei zu gestalten. Wer rechtzeitig handelt, kann die Rentenlücke schließen und den gewohnten Lebensstandard im Alter beibehalten.